Warum „Erdperle“?

Weshalb ich diesen Blog schreibe und warum er „Erdperle“ heißt

Ich habe das Gefühl, in den letzten Jahren sind Blogs wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Mittlerweile gibt es eine wahnsinnig große Vielfalt: Koch- und Backblogs, Wanderblogs mit tollen Routenempfehlungen oder Pädagogikblogs mit Tipps und Tricks zu allen möglichen Erziehungsfragen. Und dann sind da natürlich auch noch die vielen „Mamablogs“, in denen Mütter aus ihrem Alltag berichten.

Ich selbst lese ein paar dieser „Mamablogs“ und erhalte dadurch oft gute Impulse. Dennoch oder gerade deshalb bezweifle ich aber, dass die Welt noch einen weiteren dieser Blogs meinerseits braucht. Ich weiß nicht, ob es überhaupt Leser gibt, die sich für meinen Alltag mit meinen Kindern interessieren. Diesen würde ich zwar nicht als langweilig bezeichnen, sondern eher als lebendig bis chaotisch, aber viele von euch haben selbst auch ein spannendes Leben.

In diesem Blog möchte ich also nicht ausschließlich meinen Alltag verarbeiten, denn dann würde ich persönlich wohl eher ein privates Tagebuch führen. Das Tagebuchschreiben wiederum habe ich mittlerweile ein paar Male in meinem Leben angefangen, meist aber noch in der ersten Woche wieder aufgegeben. Ich bin einfach kein Tagebuch-Typ.

Stattdessen beobachte und analysiere ich fast den ganzen Tag Situationen in und aus meinem Alltag. Ich versuche dann manchmal stunden- oder auch tagelang, den Ursachen von bestimmten Begebenheiten auf den Grund zu gehen. Mich interessieren aber nicht nur Gründe, sondern immer und vor allem auch Lösungen und Alternativen, z. B. „Warum stört es mich, wenn spontaner Besuch kommt und die Wohnung nicht tipptopp aussieht? Was sagt das über mich und meine Prioritäten aus? Was möchte ich eventuell ändern und was nicht?“

Dabei muss ich aber immer wieder feststellen, dass ich mit meinem Latein schnell am Ende bin. Ich habe zwar oft Ideen, mal gute, mal weniger gute und ich weiß zudem meist, in welchen Büchern, Ratgebern und auf welchen Internetseiten ich jeweils Ratschläge finden kann. In dem Dschungel von Alternativen fühle ich mich dann aber doch oft ein Stück weit verloren, weil ich verschiedenen Methoden jeweils etwas abgewinnen kann. Daher weiß ich oft am Ende immer noch nicht, was denn nun die beste Lösung für uns wäre.

Aber ich habe über die letzten Jahre ein Buch entdeckt und entdecke es noch, in dem ich zu quasi jeder Frage meines Lebens eine schlüssige Antwort gefunden habe. Antworten auf Fragen nach Ursachen und Lösungen. Dieses Buch ist die Bibel.
Früher hatte ich eine angestaubte in meinem Regal stehen. Aber seit nun ungefähr 17 Jahren ist sie für mich das herausforderndste, ehrlichste und beste Buch, das es gibt. Seitdem musste ich meine Bibel äußerst selten wieder entstauben.

In diesem Blog möchte ich also gerne einige dieser guten Antworten der Bibel auf Fragen meines Alltags mit euch teilen.

Dieser Blog wird folglich zum Teil ein „Mamablog“, weil viele meiner Fragen sich aus meinem Leben als Mutter ergeben. Ein Beispiel hierfür ist z. B. der Blogpost Wer hatte die Schaufel zuerst?, in dem ich über das (Nicht-)Teilen schreibe. Da ich aber nicht nur Mutter, sondern auch Mensch, Frau, Ehefrau, Freundin, Nachbarin und einiges mehr bin, richtet sich dieser Blog nicht ausschließlich an Mütter. Jeder ist eingeladen, hier gemeinsam mit mir auf die Suche nach Hilfreichem für seinen Alltag zu gehen.

Ich schreibe bewusst „gemeinsam mit mir auf die Suche gehen“, denn ich sehe mich selbst als Lernende. Als eine Frau, die nicht sofort umfassende Antworten parat hat. Wenn ich hier also Bibelverse zitiere, möchte ich damit nicht von oben herab „belehren“. Die Worte richten sich auch und zuallererst an mich persönlich.

Vielleicht können wir ja gemeinsam zwischen den Töpfen und Pfannen, zwischen den Laptops und Smartphones in der Bibel hilfreiche Impulse für unser aller Leben finden. Quasi wunderschöne „Perlen“.

Warum der Name „Erdperle“?

Die Bibel berichtet, dass Jesus seinen Zuhörern einmal zwei Geschichten erzählt, die sich sehr ähneln: Zunächst ist da ein Mann, der einen Schatz im Acker findet. Um ihn rechtmäßig behalten zu dürfen, verkauft er kurzerhand seinen gesamten Besitz und kauft damit den Acker. Und dann ist da ein Kaufmann, der nach kostbaren Perlen sucht. Als er eine von unschätzbarem Wert entdeckt, verkauft auch er alles, was er hat, und erwirbt dafür die Perle. (vgl. Matthäus 13,44-46)

erdperleMit diesen beiden Geschichten möchte Jesus im Grunde deutlich machen, wie wertvoll ein Leben mit Gott ist und wie kostbar er ist. Denn der Schatz in der ersten Geschichte ist Jesus selbst, ebenso wie die Perle in der zweiten. In beiden Fällen gibt der Finder alles auf, um den Schatz bzw. die Perle, also Jesus zu haben. Auch ich möchte ihn und das Leben mit ihm für nichts in dieser Welt eintauschen.
Daher soll mein Blog in Anlehnung an diese beiden Geschichten „Erdperle“ heißen. Die „Erde“ steht hierbei für den Acker, die Perle ist selbsterklärend.

Vor einiger Zeit hat eine bekannte Supermarktkette das „Emotionsgemüse“ erfunden. Dort werden nun Zwiebeln als „Erdperlen“ verkauft. Diese Umbenennung finde ich zwar irgendwie kreativ, aber auch unnötig. Um Zwiebeln soll es auf meinem Blog nicht gehen.

Zwiebeln

Ich mag Zwiebeln zwar eigentlich (außer als dicke Ringe auf einem leckeren Gyros), aber manchmal finde ich es auch anstrengend, dass meine Tochter sie ständig aus dem Mittagessen herausfischt. Ich frage mich dann immer, ob ich sie beim nächsten Mal doch lieber weglassen sollte. Dennoch würde ich mein Verhältnis zu Zwiebeln insgesamt als entspannt beschreiben. Sie heißen bei uns zuhause weiterhin „Zwiebeln“.
Wenn ich also in Zukunft von „Erdperle“ schreibe oder spreche, meine ich damit ausschließlich meinen Blog.

Ich wäre sehr froh, wenn der eine oder andere hier „Perlen“ findet oder gar „die Perle“ selbst.

14 Antworten auf „Warum „Erdperle“?“

  1. Liebe Natalie,
    ich finde deinen Blog und das was du geschrieben hast sehr erfrischend und bin neugierig geworden….
    Ich wünsche dir viel Freude und Gottes Segen
    Liebe Grüße Silvia W.

  2. Hallo liebe Nata,
    diesen Blog finde ich wirklich
    ganz großartig!
    Er ist sozusagen eine Perle im Netz!😊
    Ich wünsche Dir ganz viel Segen,
    Kraft und Freude dafür und freue mich auf all die Perlen, die hier bald zu finden sein werden!
    Viele liebe Grüße
    Melli

  3. Liebe Natalie

    Ich bin durch Instagram auf deine Webseite gestoßen. Der Name für dein Blog ist erstmal außergewöhnlich, aber deine Erklärungen dazu passen sehr gut! Auch freue ich mich sehr, dass du ebenso ein Kind Gottes bist. Viele Liebe Grüße Kristina

    1. Liebe Kristina,
      wie schön, dass du über Instagram auf diesen Blog gestoßen bist! Ich mag deine Fotos mit Bibelversen, die du dort postest! 🙂 Und vielen lieben Dank, dass du einen Kommentar hiergelassen hast! 🙂 Ich freue mich auch, dass du ebenfalls Christin bist und einen Blog schreibst. Wir hören bzw. lesen sicherlich bald wieder voneinander. Gottes Segen für dich und dein Schreiben. Ich freue mich sehr, dass du diesbezüglich so aktiv bist!
      Liebe Grüße,
      Natalie

      1. Liebe Natalie

        Danke für deinen Kommentar! Als ich mich bekehrte, wollte ich unbedingt das Wort weiter verbreiten. Eine Internetseite war für mich Nerd genau das richtige. Anfangs hatte ich innere Bedenken – würde ich genug Themen haben, weil es ja „nur“ um Gott ginge (bedenke, ich war da gerade frisch bekehrt, ein Monat Christ). Aber Gott hat meine Bedenken mehr als zerstreut – ich habe immer eine Liste mit Themen, die ich behandeln möchte und diese Liste wächst kontinuierlich, weil manche Themen spontan dazwischenkommen. Heute bin ich sehr froh und dankbar, dass ich für Gott ein Zeugnis sein darf, auch mit all den Fehlern, die ich noch immer mache. Das Internet ist ein Medium, das man gut nutzen kann und es ist immer wieder ermutigend, zu sehen, dass man eben nicht die Einzige ist, die das tut 🙂 Viele Grüße Kristina

        1. Liebe Kristina,
          toll, dass du das Internet als Medium zum Weitergeben der guten Botschaft von Jesus für dich entdeckt hast! Ich finde es super, wenn wir diese Möglichkeiten nutzen, die sich uns bieten! 🙂 Wie schön, dass du auch immer noch Themen hast, über die du schreiben kannst! Ich wünsche dir weiterhin viele spannende Themen, viel Freude beim Schreiben und viel Segen. Liebe Grüße, Natalie

  4. Hallo Natalie
    Hatte mich gefragt wieso „Erdperle“ coole Idee diese zwei Stories zu verbinden.
    Mit meinem Latein bin ich jeweils auch schnell am Ende (hilft nicht das ich kein Latein kann!😉) und in Jesus habe eine Antwort gefunden. Ich mag sonst vereinfachte, pauschalisierte und universale Antworten nicht aber er ist wirklich die Antwort auf jede Frage in und zu dieser Welt!
    Bin auch froh, dass das Video von mir „Bibel ein Liebesbrief?“ schon lange draussen ist und du es nicht als Antwort auf einen deiner Blogeinträge auffassen kannst😉. Aber keine Sorge auch wenn ich die Bibel nicht als Liebesbrief sehe (Erklärung: https://youtu.be/71xN34NkB0U😉) so liebe ich es sie zu lesen und Jesus durch sie in mein Leben zu lassen als meine Schatzkarte, Kompass, Wegweiser…
    Wünsche dir ein gutes Schätze äh ich mein Erdperlen suchen und einen schönen Tag
    Gruss&Segen
    easyfisch

    P.S. hab dich gleich mal verlinkt

    1. Hallo Dennis (easyfisch :-)),

      danke für das Namenskompliment und wie schön, dass du ebenfalls in Jesus alle Antworten auf die Fragen des Lebens findest! 🙂

      Zu deinem Einwand, ob die Bibel tatsächlich „Gottes Liebesbrief“ an uns ist und ob man sie nicht eher als Kompass oder Wegweiser betrachten könnte/ sollte. Ich stimme dir zu: In der Bibel finden sich tatsächlich viele Regeln und Anweisungen, wie das Leben idealerweise gelingt. Dennoch würde ich persönlich die Bibel eher nicht als Wegweiser oder Kompass bezeichnen, denn dann ginge es in ihr ja darum, was ICH tun muss. Stattdessen sehe ich in der Bibel eher das große Bild dessen, was JESUS FÜR UNS getan hat. Ich halte die Richtung, die die Bibel mir vorgibt, leider meist nicht ein. Stattdessen weiche vom richtigen Weg ab. Aber Jesus hat IMMER das Richtige getan. Aus Liebe zu seinen Kindern. Er liebt uns, obwohl wir uns wie verirrte Schafe im Gestrüpp verfangen hatten und nie auf den richtigen Weg zurückgefunden hätten. Aber auch wenn ICH nicht in der Lage bin, den Kompass richtig zu benutzen, darf ich mich freuen, dass JESUS mich ans Ziel bringt. Andernfalls wäre ich verloren. Ich betrachte die Bibel daher tatsächlich als Liebesbrief und weniger als Wegweiser. 🙂 Eben weil es nicht auf meine eigene (klägliche) Performance ankommt, sondern auf Jesus und seinen großartigen Sieg. 🙂 Dafür bin ich unserem Gott von Herzen dankbar!
      Liebe Grüße und viel Segen weiterhin für deine Videos!
      Natalie
      P.S.: Nett, dass du mich verlinkt hast. Danke! Magst du mir sagen, wo? 🙂

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