Noch mehr Tipps für weniger Stress im Alltag

Der Alltag mit Kindern

Im Artikel 5 Tipps für weniger Stress im Alltag habe ich einige Ideen für einen entspannteren Alltag mit Kindern aufgeführt. Nun folgen abschließend noch ein paar weitere Tipps, die mir persönlich ebenfalls helfen, Stress zu reduzieren.

Ganz da sein

Oft bin ich in meinem Alltag gestresst, weil ich mehrere Sachen gleichzeitig mache oder zumindest im Kopf durchgehe. So sitze ich beispielsweise mit meinen Kindern beim Frühstück, schreibe aber gleichzeitig eine Einkaufsliste. Hierbei kann ich mich weder ganz auf meine Kinder noch auf meine Liste konzentrieren. Ich erledige beide Dinge nur halbherzig. Das merken auch meine Kinder und nicht selten zeigen sie dies durch Experimente mit dem Müsli. Viel entspannter ist es, wenn ich mich auf eine Sache konzentriere: Wenn ich mit den Kindern esse, möchte ich ganz bei ihnen sein. Auch das Smartphone soll warten. (Natürlich kann dieses Prinzip im Alltag nicht ständig umgesetzt werden. Niemand kann immer ganz für die Kinder da sein und das muss man sicher auch nicht. Aber manche Situationen lassen sich hierdurch möglicherweise stressfreier gestalten.)

Temperamente beachten

Dieser Tipp ist banal, aber sehr hilfreich: Wenn es im Alltag mal gefährlich wird, bringe ich erst das temperamentvollere Kind „in Sicherheit“, dann das andere. Ein Beispiel: Wenn meine Kinder und ich mit dem Auto fahren wollen, setze ich zuerst das aktivere Kind rein. Das ruhigere steht dann (hoffentlich) brav neben dem Auto und wartet, bis das Geschwisterkind angeschnallt ist. Beim Aussteigen ist das ruhigere Kind zuerst dran, das aktivere bleibt länger im Auto. Dieses Prinzip übertrage ich je nach Bedarf auf weitere brenzlige Alltagssituationen.

Die Woche planen

Mir hilft es sehr, am Ende einer Woche die neue zu planen. Hierzu habe ich mir einen schönen Wochenplaner angeschafft, in den ich alle anstehenden Termine eintrage. Zusätzlich ergänze ich alle zu erledigenden To-dos. Dies gibt mir einen guten Überblick darüber, ob wir beispielsweise entspannt noch weitere Treffen mit Freunden planen können oder ob wir das lieber auf die nächste Woche schieben sollten, um Stress zu vermeiden.

Regeln und Rituale einführen

Ich empfinde weniger Stress, wenn bestimmte Dinge fest geregelt sind und immer ähnlich ablaufen. Unsere Tochter beispielsweise möchte abends im Bett immer noch gerne mehrmals etwas trinken. Das stresste uns alle, weil mein Mann und ich oft nicht sicher waren, ob sie wirklich Durst hat oder bloß noch nicht schlafen will. Unsere Tochter wiederum wusste nie, ob sie nochmal etwas Wasser bekommen würde. Deshalb fragte sie oft sehr häufig und ausdauernd danach. Irgendwann haben wir die Regel eingeführt, dass wir ihr direkt vor dem Ausmachen des Lichtes etwas zu trinken anbieten. Anschließend gibt es aber nichts mehr. Seitdem gibt es zwar ab und an Diskussionen hierüber, aber ich habe dennoch das Gefühl, dass wir alle entspannter sind. Denn sowohl unsere Tochter als auch wir wissen, worauf wir uns geeinigt haben. Regeln und Rituale geben Kindern einen Rahmen vor, in dem sie sich bewegen können. Dies wiederum bedeutet Sicherheit und entspannt meiner Meinung nach alle Beteiligten.

Erwartungen anderer und eigene Ansprüche

Ich möchte immer mehr lernen, mich zum einen frei zu machen von den Erwartungen anderer. Zum anderen nehme ich mir vor, meine eigenen überhöhten Ansprüche herunterzuschrauben. Nur weil „jede gute Mutter“ es so macht, muss ich nicht zwangsläufig mit meinen beiden Kindern im Alter von 1 und 2 Jahren Weihnachtskekse backen. Wir könnten damit auch noch ein Jahr warten oder ich backe nur mit meiner Zweijährigen. (Ich tat Letzteres, aber das Verzieren haben wir uns gespart.) Wenn ich etwas mache, möchte ich es aus voller Überzeugung und mit Freude tun. Aber nicht, um damit die Erwartungen anderer zu erfüllen. Zudem erscheint es mir sinnvoll, meine oft überhöhten Ansprüche herunterzuschrauben: Die Plätzchen, die ich mit meiner Tochter gebacken habe, sehen vielleicht nicht perfekt aus, aber das müssen sie ja auch nicht. Wichtiger als das „Ergebnis“ des Backens soll mir die gemeinsam verbrachte Zeit mit meiner Tochter sein. Mehr zum Thema Erwartungen und hohe Ansprüche habe ich im Blogpost Da kann ich nicht mithalten! geschrieben.

 

Zum Weiterdenken

1. In welchem Bereich deines Alltags fühlst du dich häufig gestresst? Was könnte hier zu einer Entspannung beitragen?

2. Welche zusätzlichen Tipps hast du, um den Alltag mit Kindern zu „entstressen“? 

Euch allen wünsche ich nun von Herzen ein frohes und wunderschönes Weihnachtsfest und danke euch für euer Interesse an diesem Blog.

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