Einladung zu einem Experiment

Blogreihe #bewusstimhierundjetzt

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Das Leben ist voll. Voll von schönen Dingen und gefüllt von Verpflichtungen, die zum Teil schön sind und zum Teil nicht. Weil es irgendwie immer viel zu tun gibt, muss man sich von Zeit zu Zeit fragen, welche Dinge einem wirklich wichtig sind. Wofür möchte ich meine „kostbare“ Zeit aufwenden und wofür nicht?

Ein Hobby, für das keine Zeit bleibt

Ich beispielsweise lese schon immer sehr gerne, musste jedoch über die letzten Jahre feststellen, dass mein Lesen sehr zweckmäßig geworden ist: Während ich besonders während meiner Schul- und Studienzeit Bücher regelrecht verschlungen habe, lese ich heute deutlich weniger. Mir fehlt oft einfach die Zeit. Aber ich lese nicht nur weniger, sondern auch anders. So vertiefe ich mich selten länger am Stück in ein Buch. Stattdessen lese ich häufig Texte oder Bücher zu Themen, mit denen ich mich aktuell beschäftige. Hierzu zählen zum Beispiel Texte über Kindererziehung. Mein Lesen ist also im Gegensatz zu früher viel stärker zweckgebunden. Ich lese, um hieraus einen direkten Nutzen zu ziehen. Damit ich informierter bin. Damit ich mir zu bestimmten Fragen eine differenziertere Meinung bilden kann. Ich lese jedoch selten nur um des Lesens willen. Einfach, weil es mir Freude macht.

Vielleicht ist es bei dir nicht das Lesen. Aber möglicherweise hast auch du ein Hobby, für das aktuell keine Zeit bleibt. Für das du dir keine Zeit nimmst, weil seine Ausübung dir wenig sinnvoll erscheint. Eben weil hieraus kein direkter Nutzen gezogen werden kann. Aber ist diese „Abwertung“ bestimmter Tätigkeiten angemessen?

Ein Experiment

In der letzten Zeit habe ich mich häufig gefragt, ob alles, was ich tue, immer auch einem klar erkennbaren Zweck dienen muss. Muss all mein Tun produktiv sein? Oder ist es nicht auch durchaus legitim, einfach mal (gute) Dinge zu tun, bloß weil man Freude an ihnen hat?

Da mich dieses Thema aktuell persönlich beschäftigt, kam die Blogreihe #bewusstimhierundjetzt gerade zur rechten Zeit. Sie ist initiiert von Anne und das genaue Ziel und Vorgehen hat sie auf ihrem Blog anny-thing.de ausführlich erklärt. Kurz zusammengefasst geht es darum, dass verschiedene christliche Bloggerinnen jeweils eine Aktivität ankündigen, für die sie sich in der kommenden Woche bewusst Zeit nehmen möchten. In meinem Fall ist es das Lesen.

Das Ziel dieser Blogreihe ist es, diese Aktivitäten „zum Selbstzweck [zu] tun und sich ganz darauf [zu] konzentrieren (ohne dass es zu anstrengend wird)“ (Anne). Ich möchte mir also ein Buch nehmen und mich einfach aus Freude am Lesen darin vertiefen.

In der Bibel lese ich zudem Folgendes: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes.“ (1. Korinther 10,31) Was bedeutet das? Ist es also auch möglich, ein Buch „zur Ehre Gottes“ zu lesen? Heißt das, dass ich selbst beim scheinbar „nutzlosen“ Lesen Gott Freude machen kann? Dass ich ihm begegnen kann?

Ich denke ja und auch Anne geht davon aus, dass wir diese Aktivitäten im Rahmen der Blogreihe aufwerten können, „indem wir ihren heiligen Wert erkennen und dabei auf Jesus schauen. Mehr als Selbstzweck: Beziehungszweck. Die Beziehung zu Gott tut uns gut.“ (Anne)

Eine Einladung zum Mitmachen

Ich nehme mir also für diese Woche das „zweckfreie“ Lesen eines Buches vor. Anschließend werde ich in meinem nächsten Blogpost reflektieren, inwiefern es mir gelungen ist, mich ganz hierauf einzulassen. Und ich möchte berichten, ob und in welcher Weise ich Gott beim Lesen begegnet bin.

Jeder von euch ist herzlich eingeladen, sich mir anzuschließen und sich an diesem Vorhaben zu beteiligen. Ich freue mich über jeden, der bei diesem Experiment mitmacht oder einfach hier auf dem Blog mitliest.

2 Replies to “Einladung zu einem Experiment”

    1. Hallo Dieter,
      die Tatsache, dass der Gott der Bibel mit uns Menschen in Beziehung treten möchte, ist tatsächlich erstaunlich. Und auch ich freue mich sehr darüber 🙂 Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Natalie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.